Die Neue Wissenschaft
Von Francesc Hervada-Sala.
Unser Ideal der Wissenschaft ergibt sich natürlicherweise aus der Analyse dessen, was die Wissenschaft wirklich ist. Das Wesen der Wissenschaft lässt sich folgendermaßen knapp ausdrücken.
Der Mensch verfügt über die Sprache. Die Sprache besteht aus einer objektiven Struktur — die wir den Text nennen — und einem subjektiven und kulturellen Überbau. Das Phänomen des Textes ist nicht nur die Grundlage der menschlichen Sprachen und deren mündlichen und schriftlichen Ausdruck, sondern auch die der Mathematik und die jeglicher formalen Sprache, Programmiersprachen eingeschlossen. Es gibt eine Wahrheit des Textes. Texte können in sich selbst, von der Deutung abgesehen, wahr sein. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse sind eine textmäßige Spezifikation der Welt. Die Wissenschaft ist eine gesellschaftliche Organisation, die wissenschaftliche Erkenntnisse erarbeitet.
Das ist so, ob man es will oder nicht, ob man es weiß oder nicht. Das sieht man, indem man diese Charakteristik mit den historischen und gegenwärtigen Wissenschaften vergleicht. Überall dort, wo man dem konform agiert, hat man Erfolg. Überall dort, wo man in eine ganz andere Richtung sich bemüht, erfährt man keinen Fortschritt. Die reifsten Einzelwissenschaften sind diejenigen, deren Ergebnisse nicht in Prosa, sondern in der Sprache der Mathematik spezifiziert werden. Da hingegen, wo man nur laufende Rede hervorzubringen weiß, wo der einzelne Wissenschaftler nur dem Sinn nach für oder gegen eine Theorie sein kann, da kreiselt nur die wissenschaftliche Diskussion und es kommt zu keinen Ergebnissen.
Aber längst nicht nur in der Wissenschaft bestimmt der Texteinsatz den Erfolg. Erst die mündliche Sprache machte den Unterschied beim steinzeitlichen Menschen. Erst die geschriebene Sprache — das heißt, die Fixierung und Tradierung von Sprache — ermöglichte über den Stamm hinaus Zivilisationen. Erst die durch den Buchdruck ermöglichte Verbreitung der geschriebenen Sprache ab dem 15. Jh. gab Europa sein modernes Angesicht. Ohne Mathematik hätten wir die Naturwissenschaften in einem ganz anderen Zustand. Ohne Computer würde das Produktions-, Verwaltungs- und Informationswesen heute ganz anderes aussehen. Ohne objektive Sprache gäbe es der Rechtsstaat, wie die Demokratie, nicht. Unter all dem steht der Text mit seiner fabelhaften Macht, unter all dem steht seine Wirkung als rein objektive Wirklichkeit, unabhängig von seiner Fähigkeit, durch die menschlichen Vorstellungen, sinnhaft, zu wirken.
Aus dieser Einsicht ergibt sich unser Ideal der Wissenschaft. Worum es überhaupt geht, ist, eine linguistische Beschreibung der Welt anzustreben. Ziel ist ein einziger linguistischer Ausdruck, ein Text, der alles beschreibt, so wie es ist. Ziel ist es nicht, den Ausdruck zu verstehen, ihn zu interpretieren, sondern besteht der wissenschaftliche Betrieb darin, ihn aufzubauen und gegen die Wirklichkeit zu prüfen. Es ist wichtig, einen einzigen, in sich stimmigen Text zu verfassen. Denn zwei Sätze, die einander widersprechen, bilden zusammen keine Aussage über die Welt. Die einzelnen Aussagen müssen präzis sein und überall gelten. Man kann keine Ausnahmen, besondere Umstände, usw. dulden. Konsequenz ist oberstes Gebot.
Das Erbe der Wissenschaft besteht in Ausdrücken, nicht in Ideen. Was man sich alles darunter vorstellt, lässt sich wissenschaftlich nicht sichern und kann sich jederzeit als falsch erweisen. Die eigenen Ideen sollte jeder Wissenschaftler als etwas Persönliches betrachten, das mit dem eigentlichen Inhalt der Wissenschaft überhaupt nichts zu tun hat. Hätte man dies schon immer getan, wären uns die durch wissenschaftliche Revolutionen verursachten sozialen Umwälzungen erspart geblieben.
Wenn man die neue Wissenschaft vorschlägt, stellt sich die Frage, was man mit all dem machen soll, was man heute unter dem Mantel der Wissenschaft tut und zu dem das neue Schema überhaupt nicht passt. Dies alles soll sicherlich nicht vernichtet werden. Teile dessen sind unter anderen Gesichtspunkten durchaus sinnvoll und müssen weiter betrieben werden, nur jeweils unter einem anderen Namen. Die heutige Wissenschaft ist ein Sammelsurium von Methoden und Zwecken unterschiedlichster Art. Sicher gibt es unter all dem vieles, das man weiter führen sollte. Unser Ansatz zielt nur darauf, methodologische und organisatorische Klarheit zu schaffen. Aus dem Verständnis dessen, was die Wissenschaft leisten und was sie nicht erreichen kann, ergibt sich unser Wissenschaftsbegriff, der den Wissenschaften eine einheitliche Struktur, Methode und Zweck vorschreibt. Wissenschaft ist nicht alles, was der Mensch seinem Trieb der Kenntnis folgend machen kann. Die Wahrheit, die die Wissenschaft erreichen kann, ist nicht alle Wahrheit. Die Wissenschaft ist nur ein bestimmtes Unternehmen, mit seinen Grenzen und seinen Möglichkeiten, das andere Ansätze mit anderen Zwecken nicht ausschließt. Es gilt nur, dieses Unternehmen auf sein Kerngeschäft zu konzentrieren. Wenn eine — nicht ganz willkürliche — Anspielung auf Wittgenstein erlaubt ist: Was die Wissenschaft erkennen kann, das kann sie textmäßig behandeln. Woran sie nie gelangen kann, darüber muss sie schweigen.
Die Frage wirft sich auch auf, warum eine vollständige Formalisierung aller Wissenschaften in einem einheitlichen System anzustreben, wenn spätestens nach Gödel klar geworden ist, dass nicht einmal die Mathematik geschweige denn irgendwelche andere Wissenschaft auf Logik zurückzuführen ist. Hierzu eine schwache und eine starke Antwort. Die schwache zuerst. Die vollständige Formalisierung ist kein Ziel, sondern eine Richtlinie, also etwas bloß richtungweisendes. Zu jedem historischen Zeitpunkt hat die Wissenschaft einen Stand. Den gilt es durch neue Erkenntnisse zu erweitern und außerdem dadurch zu vertiefen, dass man die textuelle Struktur vereinfacht und konsistenter macht. Kleine lokale Fortschritte sind in Wirklichkeit bedeutsam genug. Es ist noch viel durch formale Verbesserung zu erreichen. Der ideale Zustand ist unmäßig weit entfernt, so dass es keinen richtigen Unterschied macht, ob er nun wirklich existiert oder nur gedacht ist. Es gibt aber auch eine starke Antwort. Die Kenntnis, die man heute über Formalisierung hat, bezieht sich auf die gegenwärtigen Sprachen der Logik und der Mathematik. Diese Wissenschaften werden sich aber durch die neue textbasierte Methode auch weiterentwickeln. Wo die Grenzen der neuen Wissenschaft liegen, wird sich erst herausstellen, wenn ihre Fundamente fest stehen.
Versuchen wir nun, uns diese Neue Wissenschaft auszumalen.
Offene Wissenschaftsarchitektur
Es bedarf einer Wissenschaftsarchitektur: Die Grundlagen der wissenschaftlichen Tätigkeit und deren Ergebnisse sollen gedacht und aktiv gestaltet werden. Wichtig ist aber auch, dass es sich um eine offene Architektur handelt, das heißt sie soll eine Infrastruktur darstellen, die nicht den Inhalt der künftigen Wissenschaft, sondern deren Spielregeln bestimmt. Denn Wissenschaft ist von Hause aus ein offenes Unternehmen, deren Zukunft eine zuvor unvorstellbare Überraschung sein wird. Geschlossene Wissenschaftsunternehmen sind sicherlich auch fruchtbar und nötig, doch nur als Teilprojekt, das einen Fokus hat und nur einen Teil des wissenschaftlichen Personals begreift, die Basis der Wissenschaft muss allumfassend und neutral bleiben.
Die Wissenschaft als Ganzes muss auf Überraschung ausgelegt sein.
Der Mensch braucht gewiss keine Wissenschaft, um zu wissen. Denn jeder weiß von Geburt aus vieles, manche wissen schon immer alles. Man sah einmal das Feuer und wusste sofort, dass ein Geist es belebt. Man sah Blitze und wusste sofort, dass die Götter kämpften. Man sah die Sonne und erkannte auf Anhieb, dass sie sich um eine ruhende Fläche namens Erde dreht. Heute weiß man auch noch vieles. Wissenschaft braucht man zum Wissen nicht.
Die Wissenschaft brauchen wir aber, wenn wir unser Wissen verbessern wollen. Wenn wir von einem Dutzend komplizierten Erklärungen für verschiedene Phänomene zu einer einzigen, klaren Regel kommen wollen, die dies alles und noch viel mehr umfasst. Wenn wir uns nicht mit allgemeinen Plätzen begnügen, sondern kontrastierte Kenntnisse haben wollen. Wenn wir uns von einem überlieferten Vorurteil befreien und zu neuen Ufern kommen wollen. Die Summe wissenschaftlichen Wissens ist keine Endstation, sondern eine Momentaufnahme. So deutlich es ist, wie falsch wir in der Vergangenheit lagen, so klar sollte uns auch sein, dass in Zukunft auch der aktuelle Wissensstand ausgelacht werden wird. Wir liegen völlig falsch in wichtigen Annahmen. Wir wissen es aber natürlich so lang nicht besser.
Die Wissenschaft muss unser Wissen vor uns selbst schützen. Ihre Kritik ist es, was der Trägheit der Überlieferung Widerstand leisten kann. Die Wissenschaft soll kompakt und fest sein. Kleine kritische Sätze können eine Einzelmeinung verbessern. Ein umfassendes, konsistentes wissenschaftliches Korpus kann den Wissensstand der Menschheit gründlich verbessern.
Wissenschaft wird nicht unser Wissen bestätigen und erweitern, sondern vor allem uns überraschen und unser Wissen umkrempeln. Und wenn sie eine Zeit lang — wie im letzten Jahrhundert — in den Grundstrukturen stagniert bleibt, so ist das kein Zeichen dafür, dass wir es im Grunde bereits erfasst haben, sondern bloß ein Zeichen dafür, dass wir in dieser Zeit keine Grundlagenarbeit mehr geleistet haben.
Die Wissenschaftsarchitektur muss auf einem soliden Fundament gebaut werden. Ein grundlegendes Prinzip der Wissenschaftlichkeit muss erarbeitet werden.
Kriterium der Wissenschaftlichkeit
Der Mensch ist in der Lage, symbolische Gebilde, von uns Texte genannt, zu erfassen, und zwar so, dass jeder einzelne Mensch eine bestimmte symbolische Repräsentation grundsätzlich auf genau denselben Text, d. h. dieselben Symbole und dieselben Beziehungen zwischen ihnen, zurückführt. Keine andere menschliche Fähigkeit ist der symbolischen vergleichbar. Bei allen anderen kognitiven Anlagen bleibt der einzelne Mensch genau genommen in sich selbst eingeschlossen. Die Erfahrung etwa der bildenden Kunst und Literatur, Dramaturgie und Religion, die politischen Bewertungen und Vorhaben, sind jeweils nicht direkt von einem Menschen an andere übertragbar. Ähnliche Gesinnung führt da zu Wahlverwandtschaften, kulturellen Strömungen, Ideologien, Kulturkreisen, Zeitgeist, etc., aber nie zu dauerhaft identischen Auffassungen zwischen verschiedenen Menschen. Eine ganz andere Bewandtnis hat es mit dem Text. Dieser wird als solcher von allen Menschen identisch aufgefasst. Darauf setzt die Wissenschaft ein. Sie sucht nach dem Text, den alle Menschen, Kompetenz im jeweiligen Sprachgebrauch und Sachgebiet vorausgesetzt, für wahr halten müssen.
Die konsequente Anwendung des Textbegriffs auf die Wissenschaft bringt ein objektives, solides, stabiles Kriterium für die wissenschaftliche Wahrheit hervor. Die Gesamtheit der wissenschaftlichen Erkenntnisse und Theorien bilden einen Text: die wissenschaftliche Spezifikation der Welt. Das Kriterium für die Wissenschaft gewinnt man, indem man dessen gewahr wird und dementsprechend diese Maxime aufstellt: Wissenschaftsarbeit ist Textarbeit. Man begründet Theorien nicht aus Vernunftgründen, sondern man spezifiziert sie in formaler Sprache, man integriert sie formal mit den anderen spezifizierten Erkenntnissen, man bewertet sie formal. Das heißt nicht, dass man eine Theorie erst dann akzeptiert, wenn sie formal unbedenklich ist, sondern, dass die Spezifikation einer Theorie immer vorläufig bleibt und verbessert werden kann. Die Betonung liegt dabei auf „Arbeit”. Die wissenschaftliche Tätigkeit ist Arbeit an Texten, die einzelne Leistung wird daran gemessen, wie sie den Text verbessert hat.
Das wissenschaftliche Korpus
Auch die Gesamtarbeit aller Wissenschaften wird daran gemessen, wie der gesamte wissenschaftliche Text aussieht. Wir plädieren deshalb für eine Korpus-orientierte Wissenschaft. Das wissenschaftliche Korpus ist die Summe aller wissenschaftlichen Erkenntnisse. Das heißt, es besteht aus all dem, was man in der Wissenschaft für wahr hält.
Wenn man sich das gegenwärtige wissenschaftliche Korpus ansieht, fällt einem einiges auf: Es ist unklar, was zum Korpus gehört und was nicht. Denn es gibt keine offiziellen — von wissenschaftlichen Institutionen herausgegebenen — Publikationen, die Einzelerkenntnisse und Theorien sanktionieren. Auch ist die wissenschaftliche Sprache nicht formal. Ganz wenige Fachbereiche verfügen über eine Formalsprache, die meisten basieren auf Sprechweisen, die sinngemäß interpretiert werden. Außerdem ist das wissenschaftliche Korpus gegenwärtig ein uneinheitliches, aus Ungleichartigem zusammengesetztes Ganze.
Aus rein rationalen Erwägungen ergibt sich das Vorhaben, das wissenschaftliche Korpus weiterzuentwickeln. Das Korpus soll eine materielle Grundlage erhalten. Nicht weiterhin aus Angenommenem und Halbgesagtem sollen die Erkenntnisse bestehen, sondern es soll veröffentlichtes Material sein, dass jeder ansehen, auswerten und vergleichen kann. Das Korpus soll in formaler Sprache ausgedrückt werden. Zum Korpus gehört allein die logische Struktur, es geht nicht um „Sinn” oder „Überzeugung”, sondern um das rein logische Gebilde. Das Korpus soll als Einheit gepflegt werden. Eine einzige materielle Grundlage soll die Ergebnisse aller Einzelwissenschaften verkörpern. Ein und dieselbe formale Sprache soll alle Einzelerkenntnisse und Theorien ausdrücken.
Unser Ansatz verbessert die bisherigen Wissenschaftsauffassungen in einigen Punkten.
Das hiesige Kriterium der Wissenschaftlichkeit stellt eine Verbesserung des bisherigen Ideals der Objektivität dar. Wir sagen nicht, dass der Wissenschaftler „sich nicht von Gefühlen leiten lassen soll”. Das kommt uns allzu dramatisch vor. Der Wissenschaftler kann die eigenen Gefühle gern ausleben, das kann seine Leistung sogar verbessern. Die persönliche Überzeugung spielt aber in der wissenschaftlichen Bewertung einer Theorie keine Rolle mehr, wenn man sich auf die Spezifikation als Text konzentriert. Wir sagen auch nicht, dass „die wissenschaftliche Wahrheit die Wahrheit ist”. Das kommt uns kindisch vor. Die wissenschaftliche Spezifikation der Welt vervollständigt nur das, was mit einer formalen Sprache von der Welt ausgesagt werden kann. Dieses hat überhaupt nichts zu tun, mit dem, was von der Welt gedacht werden kann. Denn auch wenn das wissenschaftliche Korpus jahrhundertelang stabil bleiben würde, könnte man es immer wieder neu interpretieren.
Dieses Kriterium vermeidet auch jegliche metaphysische Entgleisung: Es wird keine „absolute Wahrheit” oder ähnliches angenommen, es wird auch keine Voraussetzung über „die Realität” zugrunde gelegt, wie etwa die Realität sei „widerspruchsfrei”. Man geht schlicht und einfach so vor: Wir Menschen sind in der Lage, Texte zu bauen und sie zur Realitätsbeschreibung einzusetzen, bauen wir doch weltweit und über Jahrhunderte hinweg einen einzigen, möglichst umfassenden, möglichst konsistenten Text auf, der alles, was uns bekannt ist, beschreibt, und schauen wir mal, was sich daraus ergibt. Dieser Ansatz ist logisch sauber: Er bleibt derselbe in allen Phasen der wissenschaftlichen Entwicklung und gilt für die bisherige Wissenschaft, von der Wissenschaft Babyloniens bis zur Quantentheorie. Sein Einsatz macht den wissenschaftlichen Betrieb effizienter, da man sich an die Sacharbeit fokussiert und ideologische Kämpfe aus dem Wege geht. Die aktuelle Wissenschaft geht hingegen von einer völlig unvertretbaren Idee aus: Man sagt, die Wissenschaft suche nach der „Wahrheit”. Das gibt nicht nur Anlass zu jeglicher metaphysischen Entgleisung, denn es muss definiert werden, was „Wahrheit” sei, sondern hat eine immanente Inkonsistenz: Man sagt von einer aktuell gültigen Theorie sie sei „Wahrheit”, und von allen vergangenen, sie seien „Irrtum”. Das ist so, als würde man sagen, alle vergangenen Menschen sind tot, nur die jetzt lebenden, diese sind unsterblich, denn von diesen ist noch keiner gestorben.
Der Ansatz der Korpus-orientierten Wissenschaft lässt es nicht dabei bewenden, vergangene wissenschaftliche Entwicklungen nachträglich zu „erklären”, sondern dient dazu, ein Modell zu stützen, das eine ganz andere Art der wissenschaftlichen Arbeit hervorbringen wird, die sich in vielerlei Hinsicht als fruchtbar herausstellen wird. Zunächst ergibt sich aus dieser Auffassung ein wissenschaftliches Programm. Unser Programm besteht zusammenfassend darin, das wissenschaftliche Korpus zu verstofflichen, formalisieren und vereinheitlichen. Dieses ist ein ehrgeiziges Vorhaben, und doch völlig nüchtern und ohne jedes Pathos. Ja auf seiner Seite erscheinen alle anderen Wissenschaftsauffassungen und -Programme als bloße Ideologie und weltfremde Träumerei.