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Philosophiebegriff

Geschrieben am 14.05.12

Philosophie zu definieren, fällt uns in der Gegenwart schwer. Das liegt daran, dass die Grundbegriffe unserer Welterklärungen für diesen Zweck völlig unangemessen sind. Denn jeder weiß, dass Philosophie es mit Ideen zu tun hat, doch keiner weiß, was das, eine Idee, ist. Gut ist, wenn wir von Philosophen wie Platon oder Kant reden, von Autoren, die Ideen schriftlich ausgedrückt haben, die uns überliefert wurden und mit denen wir uns beschäftigen können. Schlecht ist, wenn wir jemand deshalb als Philosoph kennzeichnen, weil er etwa den Beruf eines Philosophieprofessors ausübt, oder gar weil er bloß ein Philosophiestudium abgeschlossen hat. Denn formale Kriterien, wie Ausbildung oder Beruf es sind, können grundsätzlich keine inneren Realitäten, wie Ideen es sind, charakterisieren.

Ideen entstehen in jedem Einzelnen und können den Einzelnen nicht verlassen. Das weiß zwar jeder, aber die Meisten haben die Konsequenz daraus nicht gezogen und gehen nach wie vor davon aus, dass sie von anderen „niedergeschriebene” Ideen wahrnehmen können. Dieser Quatsch schafft es bis in die philosophischen Fakultäten, wenn man etwa versucht, einen Autor zu „erklären”, oder wenn man glaubt, aus der Tatsache, dass jemand das Studium abgeschlossen hat, schließen zu können, dass er auch die Ideen der Philosohiegeschichte „verstanden” hat.

Wie mit der Musik verhält es sich mit den Ideen. So wie man ein Musikwissenschaftler von einem Musiker auseinanderhalten kann, so wie man vom ersten fundierte Kenntnisse und vom zweiten originale Kompositionen oder Interpretationen erwartet, genauso sollte man bei den Ideen zwischen dem Philosophen, der originale Ideen hervorbringt, und dem Wissenschaftler, der Wissen über historischen Ideen erarbeitet, unterscheiden. So lange wir beide nicht konsequent auseinanderhalten, werden unsere geistigen Konzertsäle weiterhin voll von Kenntnissen über physikalische Akustik und Geschichte der Musikinstrumente und leer von jedweder Musikalität bleiben.

Blog

Geschrieben am 30.04.12

Das Genre Blog ist für die persönliche Arbeit eine ausgezeichnete Textsorte. Die Hemmschwelle ist niedrig, so dass man spontane Einfälle mit-teilen kann. Die letzten Einträge erscheinen auf der Hauptseite ganz oben, das entspricht auch dem subjektiven Wunsch des Verfassers. Die Einträge werden auf dem Web aufgehängt, damit sie mit der Zeit — wie die Wäsche — trocknen und sich — wie die Fotos — entwickeln. Man hat die letzen Notizen länger gegenwärtig, so dass sich daraus eventuell weiterführende Notizen, ferner selbstständige Artikel ergeben.

Der Weblog ist für die geistige Betätigung ein Instrument ersten Ranges. Schade nur, dass das Genre in der Gegenwart weniger diese individuell-kreative Rolle erfüllt und viel mehr die Rolle des salonfähigen Stammtisches. Viele Blogs haben eine Qualität der Information Null, aber große Resonanz, wenn durch den aufgeschreckten Schwarm der Funke auf die Massenmedien springt.

Noch einmal Anfang

Geschrieben am 29.04.12

So wie vor zwei Jahren ist es nun wieder an der Zeit, reinen Tisch zu machen, sprich die nicht mehr gepflegten Webauftritte auszurangieren, die alten Themen zu vergessen und sich mit leerer Seite der ungewissen Zukunft zu öffnen.

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Letzte Änderung am 19.05.12

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